18.03.2015

Güterumschlag per Bahn steigt um 26,6 % auf den höchsten Wert seit 23 Jahren

1,1 Mio. t Güter per Binnenschiff und Bahn im bayernhafen Aschaffenburg umgeschlagen

Holz- und Containerverkehre waren 2014 Wachstumstreiber beim Güterumschlag per Bahn.

Im bayernhafen Aschaffenburg wurden 2014 rund 782.000 Tonnen per Schiff umgeschlagen.

Die Binnenschiffverbindung Aschaffenburg - Mainz sorgte 2014 für einen deutlichen Anstieg des Containerumschlags.

Aschaffenburg, 19. März 2015 - Im bayernhafen Aschaffenburg, der zur bayernhafen Gruppe gehört, wurden 2014 insgesamt 1,1 Mio. t Güter über die umweltschonenderen Verkehrsträger Bahn und Schiff umgeschlagen, ein Plus von 5,9 % (Vorjahr 1,04 Mio. t). Der Schiffsgüterumschlag liegt mit 781.636 t auf Vorjahresniveau (787.502 t in 2013). Deutlich gewachsen ist das Bahngüteraufkommen: Nachdem es bereits 2013 um über 21 % gewachsen war, steigt es erneut um 26,6 % auf 319.421 t. Das ist der höchste Wert seit 1991.

Der kumulierte Bahn- und Schiffsgüterumschlag punktet 2014 auch gegenüber dem langjährigen Mittel: Mit 1,1 Mio. t schlägt der bayernhafen Aschaffenburg per Schiff und Bahn zusammen 4,3 % mehr um als im Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2014, der bei rund 1,05 Mio. t pro Jahr liegt.

Weiter auf Wachstumskurs ist der Containerumschlag im Terminal für den kombinierten Verkehr: Er stieg 2014 um 153% auf 18.642 TEU (1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Container). Gründe dafür sind die Containerzuglinie zu den deutschen Nordseehäfen und die im Februar gestartete Binnenschiff-Verbindung über Mainz zu den Seehäfen Zeebrugge, Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen.

Der Gesamtgüterumschlag einschließlich LKW wächst um 10,2 % auf über 3,5 Mio. t - ein Zeichen für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der angesiedelten Unternehmen im bayernhafen Aschaffenburg und der Kunden in der Region.

"Unser Ziel ist es, Langstreckentransporte auf Schiff und Bahn zu verlagern", sagt Wolfgang Filippi, Niederlassungsleiter des bayernhafen Aschaffenburg: "Mit der effizienten Verknüpfung der drei Verkehrsträger Bahn, Schiff und LKW wollen wir unseren Kunden am Standort und in der Region eine optimale Anbindung an die Verkehrsinfrastrukturen und gute Transportdienstleistungen anbieten. Hierfür investieren wir gezielt in unsere Infrastruktur und in Ansiedlungsflächen und engagieren uns für eine verbesserte Einbindung des Hafens in die überregionalen Verkehrsnetze. Durch all dies sollen mehr Güter auf Bahn und Schiff verlagert werden. Der LKW wird für Sammel- und Verteilverkehre natürlich auch weiterhin gebraucht."

Binnenschiff punktet in der Transportleistung

Noch deutlicher zeigt sich das Ausmaß der Verkehrsverlagerung, wenn statt Güterumschlag in t die Transportleistung der einzelnen Verkehrsträger in Tonnenkilometer betrachtet wird:

So transportierte 2013 nach Angaben des Forschungs-Informations-Systems des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Eisenbahn in Deutschland ihre Güter durchschnittlich 303 Kilometer weit, das Binnenschiff 263, der LKW, der insbesondere den Vor- und Nachlauf übernimmt, nur 97 km.

Wolfgang Filippi: "Wir haben die Tonnenkilometer 2014 fürs Binnenschiff am Standort Aschaffenburg errechnet: Da die meisten Schiffe aus Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen zu uns kommen, liegen wir im Durchschnitt bei einer Transportweite von rund 503 km, fast doppelt so weit wie im Bundesdurchschnitt. Dadurch erreichen wir rund 394 Mio. Tonnenkilometer - und das allein fürs Binnenschiff."

Gütervielfalt im bayernhafen Aschaffenburg

Spitzenreiter beim Schiffsgüterumschlag sind Mineralölerzeugnisse mit rund 262.000 t, Steine und Erden mit rund 254.000 t und Kohle mit rund 108.000 t.

Verantwortlich für das Plus von 26,6 % beim Bahnumschlag ist vor allem der Holzumschlag (+30 % gegenüber Vorjahr) für zwei Kunden - Europas leistungsfähigstes Sägewerk im Hafen und die benachbarte Papierfabrik. Auch der Zuwachs bei Containern (+54 % gegenüber Vorjahr) durch die Containerzuglinie, die viermal wöchentlich Güter per Container von und zu den deutschen Nordseehäfen fährt, wirkte sich positiv aus.

Zum Erfolg auf der Schiene trug auch die Recyclingwirtschaft im Hafen bei, deren Umschlag von Eisen-, Stahl und Schrottabfällen mit rund 115.000 t den Löwenanteil am Bahnumschlag (36 %) ausmacht. Dabei verschicken die Recycling-Betriebe im Hafen die in der weiteren Region gesammelten Arten von Schrott per Bahn zum Beispiel zu den Stahlwerken im Rhein-Ruhrgebiet, wo dieser eingeschmolzen und zu Stahl weiterverarbeitet wird.

Nachhaltige Investitionen in den bayernhafen Aschaffenburg

Der bayernhafen Aschaffenburg versteht sich als Standort-Architekt, als aktiver Moderator für die Entwicklung von Logistiklösungen und Netzwerken - unternehmens- und standort-übergreifend. So wird Raum für neue Ansiedler und zukunftsorientierte Branchen geschaffen und die Position des Hafens als Drehscheibe für den weltweiten Warenaustausch gestärkt. Nur folgerichtig investierte der bayernhafen Aschaffenburg 2014 rund 390.000 Euro in die Herrichtung von Ansiedlungsflächen und 800.000 Euro in die Modernisierung der Infrastruktur und die Betriebsausstattung.

Um weiterhin Ansiedlern und Unternehmen der Region eine optimale Anbindung bieten zu können, beauftragte der bayernhafen Aschaffenburg eine Machbarkeitsstudie für die Elektrifizierung der Hafenbahn. Für 2015 sind Investitionen von rund 2,5 Mio. Euro geplant - in die Modernisierung der Infrastruktur und in ein mobiles Umschlaggerät für den Schiffsumschlag.

Standortentwicklung durch strategisches Flächenmanagement

Im westlichen Hafengebiet ist nach Fertigstellung der neuen Schaltanlage der Rückbau der Altanlage nördlich des Waldfriedhofs in vollem Gange. Durch die Vergabe der Hafenflächen auf Zeit können die frei werdenden Flächen nun für die Nachnutzung vorbereitet werden: So entsteht hier ab 2016 auf 10 ha Raum für Betriebserweiterungen und die Neuansiedlung von Unternehmen. Durch diese revolvierende Grundstücksnutzung gewährleistet der bayernhafen Aschaffenburg einen verantwortungsvollen Umgang mit der knappen Ressource Grund und Boden. Dabei werden auch Branchenstrukturen nachhaltig modernisiert und die verfügbaren Flächen effizienten Nutzungen zugeführt.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie als pdf herunterladen.

Gerne stellen wir Ihnen folgende Fotos als JPG-Dateien zur Verfügung. Als Quellenangabe verwenden Sie bitte "bayernhafen Aschaffenburg".

Der Güterumschlag per Bahn stieg 2014 um 26,6 % auf den höchsten Wert seit 23 Jahren. Wachstumstreiber waren besonders Holz- und Containerverkehre.
Im bayernhafen Aschaffenburg wurden 2014 rund 782.000 Tonnen per Schiff umgeschlagen.
Die Binnenschiffverbindung zwischen den Terminals in Aschaffenburg und Mainz sorgte 2014 für einen deutlichen Anstieg des Containerumschlags. Die Unternehmen profitieren so von den Schiffsanbindungen von Mainz an die Häfen Zeebrugge, Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen.
In Verbindung bleiben XING YouTube