20.03.2014

Zweistelliges Wachstum bei Bahnfracht und Containern

bayernhafen Aschaffenburg investiert konsequent in die Standortentwicklung

Der Güterumschlag per Bahn hat 2013 zugelegt. Die Bahnfracht stieg um 21,57 % auf 252.000 t.

Aschaffenburg, 20. März 2014 - Wer heute sät, wird in Zukunft ernten - nach diesem Motto investiert der bayernhafen Aschaffenburg, der Teil der bayernhafen Gruppe ist und sich als Standort-Architekt versteht, weiter konsequent in seine Infrastruktur und sein Grundstücksportfolio. Damit schafft er für seine heutigen und zukünftigen Ansiedler bestmögliche Bedingungen - auf den bestehenden ebenso wie auf Konversions- und Entwicklungsflächen.
Der Gesamtgüterumschlag aller drei Verkehrsträger Schiff, Bahn und LKW stabilisiert sich auf hohem Niveau: Die Steigerung um 52.563 t auf 3.206.584 t (Vorjahr 3.154.021 t) bedeutet einen Zuwachs von +1,67%. Der Güterumschlag per Bahn stieg 2013 um 21,57% (+ 44.735 t im Vergleich zu 2012) auf 252.000 t. Auch der Containerumschlag ist weiter auf Wachstumskurs: So schlug die TCA Trimodales Containerterminal Aschaffenburg GmbH 2013 insgesamt 7.358 TEU (Standardeinheiten) um - ein Zuwachs gegenüber 2012 um 1.013 TEU oder +15,97 %. Der Schiffsgüterumschlag sank um 11% auf 787.502 t. Gründe dafür sind Umstrukturierungen bei Ansiedlern, die Streiks der Schleusenwärter im Sommer 2013 und die damit verbundene Verkehrsverlagerung auf die Bahn.

bayernhafen Aschaffenburg baut eine Kreuzung zum Kreisverkehr aus und macht den Standort damit fit für weitere Ansiedlungen
Im bayernhafen Aschaffenburg haben sich in den vergangenen Jahren auf ehemaligen Kraftwerksflächen acht Unternehmen neu angesiedelt bzw. den Betrieb erweitert, z.B. das leistungsfähigste Laubholzsägewerk Europas. Nun wird die Entwicklung weiterer Flächen im westlichen Hafengebiet vorbereitet, insgesamt fast 19 ha. Damit Geschäftspartner, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter die Unternehmen im Hafen auch bei steigendem Verkehrsaufkommen heute und in Zukunft schnell und sicher erreichen können, baute der bayernhafen Aschaffenburg die Kreuzung Germanen- / Limesstraße in einen Kreisverkehr um. Die Bayernhafen GmbH & Co.KG, die als Baulastträger der öffentlich gewidmeten Straßen im Hafengebiet für deren Errichtung, Erhalt und Betrieb verantwortlich ist, nahm dafür rund 650.000 Euro in die Hand - der neue Verkehrskreisel kostet die öffentlichen Haushalte also keinen Cent. Der Umbau der Kreuzung in einen Kreisel begann im Juni 2013 und wurde im Dezember fertiggestellt.
Der Kreisverkehrsplatz hat einen Außendurchmesser von 38 Metern und verbindet drei Straßen mit etwa gleich starker Verkehrslast: An einem normalen Werktag gibt es hier rund 3.500 Fahrzeugbewegungen, ausgelegt ist der Kreisel auf das Doppelte. Der LKW-Anteil beträgt 75%. Der Kreisel trägt nachhaltig dazu bei, die Verkehrsinfrastruktur im bayernhafen Aschaffenburg zu verbessern und den Standort für weitere Ansiedlungen fit zu machen.

Standort-Entwicklung durch strategisches Flächenmanagement
"Der Kreisverkehr ist zum einen der letzte Baustein zur Erschließung des ehemaligen Kraftwerksgeländes und sichert zum anderen die Erschließung des Hafenentwicklungsgebiets West mit weiteren fast 19 ha", sagt Wolfgang Filippi, Niederlassungsleiter des bayernhafen Aschaffenburg. Die Neunutzung dieses Gebietes begann 2012 mit der Ansiedlung von MES Logistische Dienstleistungen GmbH. Der neue Kreisverkehr bindet zudem die Hauptzufahrt zur heutigen Schaltanlage an - diese wird derzeit zurückgebaut. Hier werden bayernhafen rund 11 ha zur Neubesiedelung zur Verfügung stellen. Wolfgang Filippi: "Auch die hier frei werdenden Gewerbeflächen werden wir fit für die Nachnutzung machen. So tragen wir nachhaltig dazu bei, Branchenstrukturen zu modernisieren und die verfügbaren Flächen nutzbar zu machen. A und O ist die Erreichbarkeit des Standortes: Dafür sorgen leistungsfähige Hafenzufahrten an der B26 sowie die beiden Zukunftsprojekte Mainvertiefung und Elektrifizierung der Schienenanbindung - beide Projekte sind im Vorschlagsverfahren für den Bundesverkehrswegeplan 2015 enthalten. Durch all diese Maßnahmen verbessern wir die Standortqualität des bayernhafens und stärken seine Funktion als Wirtschaftsmotor und Logistikdrehscheibe."

Bayernhafen investiert 2013 und 2014 insgesamt rund 5,1 Mio. €
Neben den 650.000 Euro für den Kreisel investierte der bayernhafen Aschaffenburg 2013 weitere knapp 380.000 € in neue Betriebstechnik, so z.B. in einen Radlader zur Bewirtschaftung des Kohleterminals. Weitere 1.470.000 € wurden für die Modernisierung der Infrastruktur und sonstige Maßnahmen aufgewandt. "2014 setzen wir diesen Kurs fort", so Wolfgang Filippi: "Wir werden rund 2,6 Mio. Euro investieren, überwiegend in die Modernisierung der schiffsbezogenen Infrastruktur."

Der Gesamtgüterumschlag stieg 2013 ...
... im bayernhafen Aschaffenburg um rund 52.000 t auf 3,206 Mio. t (Vorjahr 3,154 Mio. t). Davon schlugen die umweltverträglichen Verkehrsträger Bahn und Binnenschiff insgesamt 1.039.590 t um. Der Verkehr auf Schiene und Wasserstraße sparte 2013 umgerechnet 43.316 LKWs (Nutzlast jeweils 24 t) ein. Anders gesagt: Im Schnitt waren dadurch täglich 119 LKWs weniger auf unseren Straßen unterwegs.
Die Schiffsfracht sank 2013 wegen Umstrukturierungen bei Ansiedlern und infolge des Schleusenstreiks und damit verbundener Verkehrs-Verlagerungen um 11,42 % (-101.512 t) auf 787.502 t. Den größten Anteil am Schiffsgüterumschlag (34,1 %) hatten Mineralölerzeugnisse mit 268.147 t, gefolgt von Steinen und Erden (237.135 t) und Kohle (122.797 t). So kommen per Binnenschiff beispielsweise Diesel und Heizöl in den bayernhafen Aschaffenburg, werden dort in verschiedenen Tanklagern z.B. bei der Firma Adolf ROTH GmbH & Co. KG zwischengelagert und anschließend an Tankstellen, Zwischenhändler oder Endkunden verteilt.
Der Bahngüterumschlag nahm dagegen 2013 um 21,57% (+ 44.735 t) im Vergleich zu 2012 zu - auf 252.000 t. Zum Beispiel verschicken die Recycling-Betriebe im Hafen die in der weiteren Region gesammelten verschiedenen Arten von Schrott per Bahn zu den Stahlwerken im Rhein-Ruhrgebiet, wo dieser eingeschmolzen und zum kostbaren Rohstoff Stahl weiterverarbeitet wird. In Stangenform gegossener Stahl wird wiederum per Bahn im Hafen angeliefert. Aus diesem werden u.a. bei der im Hafen angesiedelten Fa. Kaup Anbaugeräte für Gabelstapler gefertigt.

Containerumschlag auf Wachstumskurs: +15,97% gegenüber 2012
Das Containerterminal im bayernhafen Aschaffenburg setzt seinen Kurs fort: So schlug die TCA Trimodales Containerterminal Aschaffenburg GmbH 2013 insgesamt 7.358 TEU (Standardeinheiten) um - ein Zuwachs gegenüber 2012 um 1.013 TEU oder +15,97 %. Verantwortlich dafür ist die gesteigerte Frequenz des Direktzugs zu den Nordseehäfen Hamburg und Bremerhaven: Im Juni 2012 mit zwei wöchentlichen Ganzzügen gestartet, verbindet der "Seehafen-Express" der IGS Intermodal Container Logistics den bayernhafen Aschaffenburg seit März 2013 dreimal wöchentlich mit der Küste, seit November 2013 sogar viermal. Der Ganzzug bringt seitdem Dienstag bis Freitag täglich Güter per Container von den deutschen Seehäfen zum bayernhafen Aschaffenburg - und nimmt Güter für den Export wieder mit zurück.

"ContainerConnect" - neuer Containerdienst Aschaffenburg-ZARA Häfen via Mainz
2013 hat bayernhafen eine weitere Partnerschaft vorbereitet, die im Januar 2014 erfolgreich gestartet ist - verbunden sind seitdem das Containerterminal im bayernhafen Aschaffenburg via Mainz mit den ZARA-Häfen an der Nordsee (Zeebrugge, Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen). Der neue Binnenschifffahrtsdienst "ContainerConnect" verbindet seit Februar 2014 einmal wöchentlich im Umlauf die Containerterminals Aschaffenburg und Mainz. Die Erhöhung auf zwei Umläufe pro Woche ist kurzfristig geplant.
Kooperationspartner dafür sind die TCA - Trimodales Containerterminal Aschaffenburg GmbH, die Frankenbach Container Service GmbH und die IGS Intermodal Container Logistics GmbH. Auch das Trucking und das Leercontainer-Management werden von der Kooperation profitieren.
Durch diese Kooperation wird der Service für Unternehmen in der Rhein-Main Region gestärkt. Industrie- und Handelsunternehmen profitieren vom gebündelten Netzwerk der Kooperationspartner: den Schiff- und Schienenanbindungen der Frankenbach Gruppe von Mainz an die ZARA-Häfen sowie der IGS von Aschaffenburg an die Deutschen Seehäfen Bremerhaven und Hamburg. "Kombinierter Verkehr bietet ökonomische und ökologische Vorteile", sagt Alexander Ochs, Prokurist und Intermodal-Verantwortlicher der bayernhafen Gruppe, "bei der intelligenten Verkehrsverlagerung von der Straße auf Schiene und Wasserstraße ist für die Zukunft noch viel Luft nach oben. Wir leisten dazu intensive Überzeugungsarbeit bei Verladern aus Handel und Industrie."

Spezialist für schwere Güter
Was auf der Straße zu komplizierten, teuren Schwertransporten führen würde, ging auch 2013 wieder einfach und bequem per Binnenschiff auf die Reise - so zum Beispiel ein Biomassetank für den Aschaffenburger Papierhersteller DS Smith Paper. Der Biomassetank kam in Bietigheim-Bissingen aufs Schiff und dann über Neckar, Rhein und Main zum bayernhafen Aschaffenburg. Die letzte Meile zum Stadtteil Damm übernahm ein Zwölfachser. Ebenfalls eine Schwergut-Sonderbehandlung erfuhren vier alte Tore aus der Schleuse Ottendorf, die entsorgt werden mussten. Ein Fall für die Spezialfirma Bernhard Westarp im bayernhafen Aschaffenburg. Die Verladung der vier jeweils 27 t schweren Tore aus dem Schiff übernahmen zwei Doppelwippdrehkräne an der Umschlagstelle Stockstadt - und die lösten den Umschlag dann souverän in einer Gemeinschaftsaufgabe.

Hafen live erleben" - zum Hafenfest am 15. September 2013 kamen weit mehr als 20.000 Besucher.
Ganz Aschaffenburg war auf den Beinen, als der Hafen am 15. September 2013 zum Hafenfest lud. Viele Besucher "erfuhren" den bayernhafen Aschaffenburg mit dem historischen Dampfzug, per Schiff oder auf der 54 m hohen LKW-Arbeitsbühne. Faszination pur erwartete Groß und Klein bei Technikschau, Lokomotiven-Ausstellung, Mobilbaggern und Radladern. Im Trimodalen Containerterminal Aschaffenburg TCA stapelte der 80 Tonnen schwere Reach-Stacker Container wie Legosteine.
Zum Tag der offenen Tür bei Hafenansiedlern strömten die Besucher ins Biomasseheizkraftwerk der Bioenergie Aschaffenburg GmbH genauso wie zum Hersteller von Pflastersteinen und Mauersystemen Kreher Beton GmbH, zum leistungsfähigsten Laubholzsägewerk Europas, der Pollmeier Massivholz GmbH & Co.KG, zur MES Logistische Dienstleistungen GmbH und zum Rohstoffhandel Bernhard Westarp GmbH & Co.KG.

"Dialog schafft gegenseitiges Verständnis"
Wolfgang Filippi ist überzeugt davon, dass das Verständnis für Hafen und Logistik durch Dialog wächst: "Wer sich näher mit Logistik und Hafen-Infrastruktur befasst, stellt sofort fest: Vielfalt ist Trumpf, moderne Technik spielt eine große Rolle, und was Logistik leistet, trägt in hohem Maße zu unser aller Lebensqualität bei. Wir sind gefordert, der Öffentlichkeit die Bedeutung des Hafens, die Vorteile von Binnenschifffahrt und Bahn sowie die Vernetzung der Verkehrsträger ins Bewusstsein zu bringen. Dialog schafft gegenseitiges Verständnis. Hafen geht uns alle an - hier werden Produkte umgeschlagen, die für unser Leben bedeutsam sind."
Und Wolfgang Filippi fährt fort: "Hafen braucht offene Wege, für alle drei Verkehrsträger. Schiff und Zug sind besonders stark auf langen Wegen, und der LKW spielt seine Flexibilität aus, um Güter und Waren punktgenau zum Empfänger zu bringen. Die Auswirkungen des LKW-Verkehrs auf unsere Nachbarn wollen wir möglichst verträglich gestalten, daher ist das westliche Hafengebiet durch seine Entfernung zu den Wohngebieten ein wichtiger Ansiedlungsraum. Dort, wo wir direkte Nachbarn haben, entwickeln wir Flächen so, dass die Nachbarn geschützt sind - zum Beispiel durch lärmreduzierte Nutzungen oder die Lenkung des LKW-Verkehrs. Wir verfolgen dabei immer das Ziel, die Balance der Interessen herzustellen.
Diesem Ziel fühlen wir uns auch bei der Diskussion zu einer leistungsfähigen Hafenanbindung an die B26 verbunden. Konstruktiv werden wir unseren Beitrag dazu leisten, wie diese notwendige Anbindung verbessert werden kann und hier jeden lösungsorientierten Dialog unterstützen."

"Logistik ist spannend und lebenswichtig"
Die bayernhafen Gruppe unterstützte 2013 die Erweiterung der "Wasser- und Schifffahrtsschule" für Kinder der 3. und 4. Grundschulklasse. Diese wurde 2013 von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes WSD Süd um die Themen Binnenhäfen und Logistik ergänzt. "Arbeitsteilung ist die Quelle unseres Wohlstands, Logistik ist die Konsequenz daraus", sagt Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe, der auch Präsidiumsmitglied im Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e. V. ist, "dem Transport von Gütern kommt daher in einer globalisierten Welt eine zentrale Rolle zu. Logistik ist spannend und lebenswichtig. Was Logistik kann und was sie zum Leben der Menschen beiträgt, gehört zu den Dingen, die Kinder bereits in der Grundschule lernen sollten."

Die vollständige Pressemitteilung können Sie als pdf downloaden.

Gerne stellen wir Ihnen folgende Fotos als jpg-Datein zur Verfügung. Als Quellenangabe verwenden Sie bitte "bayernhafen Aschaffenburg".

Quelle: Bavaria Luftbild / bayernhafen; bayernhafen Aschaffenburg: Logistikstandort und Wirtschaftsmotor für die Region Bayerisch Rhein-Main
Mineralölerzeugnisse, Steine und Erden sowie Kohle hatten 2013 den größten Anteil am Schiffsgüterumschlag. Hier im Bild der Umschlag von Kohle für das Kraftwerk der Papier- und Zellstofffabrik Sappi Stockstadt GmbH.
ContainerConnect: Der neue Binnenschifffahrtsdienst „ContainerConnect“ verbindet seit Februar 2014 einmal wöchentlich im Umlauf die Containerterminals Aschaffenburg und Mainz. Die Erhöhung auf zwei Umläufe pro Woche ist kurzfristig geplant.
Zweistelliges Wachstum bei Bahnfracht: Der Bahngüterumschlag nahm in 2013 um 21,57 % zu.
bayernhafen Dialog: Unter dem Motto „Hafen live erleben“ lud der bayernhafen Aschaffenburg am Sonntag, 15. September 2013, zu einem großen Tag der offenen Tür ein. Weit über 20.000 Aschaffenburger kamen.
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