14.03.2013

bayernhafen Aschaffenburg agiert erfolgreich als Drehscheibe für Bayerisch Rhein-Main

Zielgerichtete Arbeit als Standort-Architekt wirkt

2012 wurden insgesamt 889.000 Tonnen per Schiff umgeschlagen – ein Plus von 16.000 Tonnen gegenüber 2011.

Aschaffenburg, 14. März 2013 – Der bayernhafen Aschaffenburg, der Teil der bayernhafen Gruppe ist, stärkt seine Position als Standort-Architekt durch Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen. Der trimodale Binnenhafen am bayerischen Untermain hat 2012 insgesamt 3,15 Millionen t Güter umgeschlagen. Damit wurde der Spitzenwert des Vorjahres von 3,28 Millionen t fast erreicht. Einen großen Anteil daran hat der Schiffsgüterumschlag, der gegenüber 2011 um 16.200 t auf 889.000 t stieg – ein Plus von 1,8%.

Erfolgreiche Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen
Als marktaktiver Standort-Architekt treibt der bayernhafen Aschaffenburg auch 2012 die wirtschaftliche Entwicklung voran und stärkt den Bereich Industrielogistik.
So ist seit 2012 neu „an Bord“ die MES Logistische Dienstleistungen GmbH, die ihre Firmenzentrale von Nilkheim in den Westen des Hafens verlegt, aufs Grundstück eines ehemaligen Baustoffwerks. Gleich nebenan wird das neue Verwaltungsgebäude entstehen, es soll noch 2013 fertiggestellt werden. Bei MES erfüllen circa 120 Mitarbeiter rund um die Uhr vielfältige Logistikanforderungen, vor allem aus der Automobilbranche.
Ihren Betrieb in der Kohlenkaistraße ausgebaut hat 2012 die Spedition Schloter GmbH - um über 4.200 m² für eine erweiterte Logistikfläche und eine dritte Lagerhalle.
Eine moderne Betriebsstätte für den Handel und das Recycling von Stahl und Metall errichtet nach dem Abbruch der alten Gebäude seit März 2012 die TSR Recycling GmbH & Co. KG.  
 
Seit November 2012 betriebsbereit ist die neue Tankwagen-Beladestation für Diesel und Heizöl im MAINTANKLAGER Aschaffenburg - geplant, gebaut und betrieben von der Firma A. Roth GmbH & Co. KG, Gießen. Die neu gebaute zweite Schiff-Lösch-Leitung garantiert, dass Heizöl und Dieselkraftstoff vom anliefernden Tankmotorschiff sortenrein in die Lagertanks eingelagert werden können. Die Lagertanks verfügen über vakuum-gesicherte Doppelböden und eine Radar-Lagertank-Fernpeilung. Die Lkw-Befüllstation gibt rund um die Uhr und vollelektronisch Dieselkraftstoff und Heizöl an Abholer ab. Mit diesem hochmodernen Tanklager ist A. Roth fit für den Wettbewerb; zudem stärkt das neue Tanklager die Bedeutung des bayernhafen Aschaffenburg als Umschlagplatz für Mineralölprodukte im gesamten nordbayerischen Raum.
„Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen zeigen, wie wir unsere Rolle als Standort-Architekt verstehen“, sagt Wolfgang Filippi, Niederlassungsleiter im bayernhafen Aschaf-fenburg, „wir schaffen - über unsere Hafeninfrastruktur hinaus - Rahmenbedingungen, damit Unternehmen erfolgreich wirtschaften können. Heute und in Zukunft.“

Schiffsgüterumschlag erneut um 1,8% gestiegen
Der Schiffsgüterumschlag stieg 2012 weiter an: Circa 90 % der insgesamt 889.000 t Güter versorgen Industrie und Bauwirtschaft der Region mit wichtigen Rohstoffen – zum Beispiel mit Erdöl, Steinen und Erden, Kohle und Zellulose. Die verbleibenden circa 10% entfallen auf den Export heimischer Güter.
2012 wurden 280.000 t Diesel und Heizöl umgeschlagen, das sind rund 31 % am Schiffs-güterumschlag – eine deutliche Steigerung gegenüber den 207.000 t vom Vorjahr (24 %). Dieser Anstieg ist die Folge der modernen Tankstelle und Tankwagen-Beladestation, die die A. Roth GmbH & Co. KG, Gießen, im November 2012 im MAINTANKLAGER Aschaffenburg eröffnete. Einen deutlichen Anstieg gegenüber den 220.000 t aus 2011 verzeichnete auch der Schiffsumschlag von Steinen und Erden: 250.000 t im Geschäftsjahr 2012 bedeuten circa 28 % des Gesamtumschlags. Die Kohle blieb stabil auf 118.000 t, das sind circa 13%. Nur wenig sank gegenüber 2011 der Schiffsumschlag von Zellulose: Den 111.000 t aus dem Vorjahr (=12,8 %) stehen 2012 insgesamt 102.000 t gegenüber – immer noch circa 11,5 % des Gesamtschiffsgüterumschlags.
Bei der Bahn kam es wegen einer Umstellung im Distributionskonzept eines großen Kunden im Containerverkehr zu einer Mengenreduzierung von 250.000 t auf 207.000 t.

Spezialist für schwere Güter
Auch 2012 wurden im bayernhafen Aschaffenburg wieder hochwertige Schwergüter umge-schlagen: unter anderem zwei Trafos per Bahn und ein Filtratbehälter für die Zellstoffer-zeugung per Schiff.

Aschaffenburg-Küste nonstop - jetzt sogar dreimal pro Woche
bayernhafen holt die Küste her: Seit Juni 2012 verbindet ein Direktzug der IGS Intermodal Container Logistics zweimal pro Woche das TCA Containerterminal im bayernhafen Aschaffenburg mit den Nordseehäfen Hamburg und Bremerhaven, dann weiter zum bayernhafen Regensburg und zurück zur Küste. Seit 11. März 2013 fährt der ”Seehafen-Express” für den Bayerischen Untermain sogar dreimal wöchentlich: Der Zug bringt dann Dienstag, Donnerstag und Freitag Güter per Container von den deutschen Seehäfen zum bayernhafen Aschaffenburg – und nimmt Güter für den Export oder Leercontainer wieder mit zurück. Wie bisher fungiert die bayernhafen Gruppe als Eisenbahn-Infrastrukturanbieter und - für die ”letzte Meile” vom Hauptbahnhof Aschaffenburg zum Hafen und das Rangieren – als Eisenbahnverkehrsunternehmen.
Die TCA, an der die bayernhafen Gruppe 49 % hält, hatte Anfang 2012 den Betrieb des Containerterminals übernommen. Die Umschlaganlage verknüpft die drei Verkehrsträger Schiff, Bahn und LKW optimal und bietet somit ideale Voraussetzungen für nachhaltige Güterverkehrskonzepte. An einer regelmäßigen Binnenschiffsverbindung zu den Häfen in Amster¬dam, Rotterdam und Antwerpen wird gegenwärtig gearbeitet.

Zielgerichtete Investitionen in neue, effektive Hafeninfrastruktur
2012 investierte der bayernhafen Aschaffenburg insgesamt circa 1,9 Mio. € in die Effizienz seines Standortes: davon rund 1,2 Mio. € für neue oder erweiterte Hafeninfrastruktur sowie etwa 700.000 € in neue und erweiterte Hafenanlagen.
Auf Dauer gesichert ist der Bahnanschluss: Am 10. Juni 2012 übernahm bayernhafen Aschaffenburg von der Deutschen Bahn AG die Teilstrecke des Hafenzufahrtsgleises von der Obernauer Straße zum Bahnhof Nilkheim. Zur Strecke gehören auch die Brückenbauwerke über den Main und die Großostheimer Straße. Die weiterführende Strecke zum Hafen im Stadtteil Leider gehörte bereits der bayernhafen Gruppe.
 
Gesamtinvest 2013: ca. 1,7 Mio €
Für 2013 geplant ist eine Gesamtinvestition von ca. 1,7 Mio €. Größtes Einzelprojekt ist der Kreuzungsausbau Limes- / Germanenstraße im westlichen Hafengebiet, Investitionsvolumen circa 700.000 €.

Garant der ”letzten Meile”:  Zugverkehr nach Obernburg
Seit Ende 2012 gewährleistet der Bahnservice des bayernhafen Aschaffenburg den regel-mäßigen Zellstoff-Transport vom Aschaffenburger Hauptbahnhof ins Industriecenter Obernburg. Mit seinem Engagement stärkt der bayernhafen die Anbindung der Region zu überregionalen Transportketten.

Ertüchtigung der B26 im Bereich der Hafenzufahrten Mitte und West
Für die Ertüchtigung der Bundesstraße B26 im Bereich der Hafenzufahrten Mitte und West läuft das Planfeststellungsverfahren, der Abschluss wird für Ende 2013 erwartet. In Folge ist geplant, dass die B26 im Bereich der Hafenzufahrten Mitte und West vierspurig ausgebaut wird. Wolfgang Filippi: ”Der Ausbau der Hafenzufahrten Mitte und West wird die Effizienz des LKW-Verkehrs zum und vom Hafen deutlich steigern. Gleichzeitig wird der Verkehr nach Westen verlagert – dies wird die benachbarte Wohn-bevölkerung deutlich entlasten.”

bayernhafen Aschaffenburg öffnet seine Tore für die Öffentlichkeit:
am Sonntag, 15. September 2013
Die bayernhafen Standorte in Regensburg, Bamberg und Nürnberg haben es bereits vor-gemacht: Zu den Hafenfesten kamen jeweils zehntausende begeisterte Besucher und schauten hinter die Kulissen eines modernen Binnenhafens. Jetzt ist der bayernhafen Aschaffenburg an der Reihe und lädt unter dem Motto „Hafen live erleben“ am Sonntag, 15. September 2013, zu einem großen Tag der offenen Tür. Mit einem bunten Hafenfest für Groß und Klein präsentiert der Hafen seine Funktion als Wirtschaftsmotor für den Bayerischen Untermain. Zu den Attraktionen gehören Hafen-Rundfahrten per Schiff und historischem Dampfzug, eine Technik-Show, Ausstellungsschiffe, Umschlagsvorführungen und ein spannendes Kinderprogramm. Für große und kleine Gäste, Technikbegeisterte und Familien gibt es viel zu sehen und zu erleben. Auch zahlreiche Unternehmen im Hafen ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen. Wolfgang Filippi: „Der bayernhafen Aschaffenburg ist eine funktionierende Drehscheibe und ein Motor für die gesamte Region. Wir freuen uns darauf, Jung und Alt zu zeigen, wie er das macht und was dabei besonders spannend ist.“

Die vollständige Pressemitteilung können Sie auch als pdf downloaden.

Bildmaterial

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Seit 11. März 2013 fährt der „Seehafen-Express“ dreimal wöchentlich. Damit rückt der Bayerische Untermain noch näher an die deutschen Seehäfen Hamburg und Bremerhaven.
Der bayernhafen Aschaffenburg ist auch Umschlagplatz für Schwer- und Sperrgüter.
Logistikstandort und Wirtschaftsmotor für die Region Bayerisch Rhein-Main.
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