01.02.2005

Hafen Aschaffenburg steigert Containerumschlag

Aschaffenburg, 1. Februar 2005 - 30 Prozent mehr Seecontainer verladen / Positives Geschäftsjahr erwartet

Aschaffenburg, 1. Februar 2005 - Der Containerhafen in Aschaffenburg ist weiter auf Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr stieg der Umschlag mit Seecontainern um 30 Prozent auf 12.690 Hübe. Damit verbessert der Hafen bereits im zweiten Jahr in Folge sein Ergebnis beim Containerumschlag. Im Jahr 2003 hatten die Kranmannschaft trotz des Niedrigwassers sechs Prozent mehr Container als im Vorjahr umgeschlagen. Angesichts einer verstärkten Kundenbetreuung und Kundengewinnung wird auch für dieses Jahr ein deutliches Plus beim Containerumschlag erwartet.

Ganz anders sah die Situation im Jahr 1999 aus. Als im Zuge der Stilllegung des Kraftwerks zur Energiegewinnung die neuwertige Kranbrücke mit einem Anschaffungswert von damals knapp 10 Mio. DM in ein Containerterminal umfunktioniert wurde, waren optimistische Prognosen zur Entwicklung des Containerverkehrs in Hafen Aschaffenburg eher selten. Daran änderte sich zunächst auch nichts, als mit dem Operateur CCS GmbH & Co. KG ein agiler und erfolgreicher Anbieter auf der Rheinachse als Partner gewonnen wurde.

Die Wettbewerbssituation im Hafenhinterland verschärfte sich weiter. Mehrere Anbieter aus dem Frankfurter und Mainzer Raum hatten sich den Nachfragekuchen fast paritätisch portioniert. Ob der Wirtschaftsraum ein weiteres Containerterminal verträgt, war ungewiss. Auch zweifelten einige Experten daran, eine wirtschaftliche Containerverbindung zu den ARA-Häfen mit dem Binnenschiff entwickeln zu können.

Seit 1999 ist der Hafen Aschaffenburg mit den internationalen Seehäfen der ARA-Range verbunden

Trotz der widrigen Startbedingungen stieg die Anzahl der Seecontainer, die die Kranmannschaft in die Barge hieven, kontinuierlich an. Im Geschäftsjahr 2004 lag die Steigerungsrate des Containerumschlags in Aschaffenburg sogar weit über der durchschnittlichen Rate von 15 Prozent, die große Reedereien (Hapag-Loyd, P&O Nedlloyd, Nippon Yusen K., „K“ Line, Mitsui OSK Line) im selben Jahr erzielten.

Der Hafen Aschaffenburg blickt daher optimistisch auf das kommende Geschäftsjahr. Die Geschäfte haben sich in 2004 sehr gut stabilisiert und am regionalen Markt ist noch längst keine Nachfragesättigung zu konstatieren. Zudem wird die aktive Kundenbetreuung und -gewinnung verstärkt. Auch laufen Planungen, das Angebot am Terminal noch attraktiver zu gestalten: Neben der Bahnanbindung an die deutschen Seehäfen wird zurzeit die Anlagenvervollständigung mit Stuffing- und Strippingmöglichkeit, Waschanlage sowie Begasungsstation entwickelt. Die für den Containerverkehr existentielle Außenhandelsbeziehung der regionalen Wirtschaft wird daher auf hohem Niveau bleiben.

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