14.04.2005

Hafen Aschaffenburg mit 30 Prozent Containerwachstum

Aschaffenburg, 30. März 2005 - Unternehmen profitieren von Containerlinie am Untermain

Aschaffenburg, 30. März 2005 – Der Containerverkehr entwickelt sich für den Hafen Aschaffenburg zum Zukunftsmarkt. Im vergleich zum Vorjahr stieg in 2004 die Zahl der Containerbewegungen um 30 Prozent auf 12.690. Während vor allem Waren aus dem benachbarten Hessen oder Baden Württemberg verladen werden, fungiert der Hafen zunehmend auch als regionaler Gravitationspunkt des kombinierten Export-/Importverkehrs. „Der Hafen Aschaffenburg hat sich als Containerterminal deutlich besser entwickelt als der Markt. Die steigende Nachfrage der Unternehmen bestätigt die Qualität der Export-/Importcontainerlinie“, sagte Hafendirektor Filippi Wolfgang während einer Tagung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zum Thema Hafenbahnen.

Vor dem Hintergrund der sehr gut ausgelasteten Binnenschiffslinie
zu den Seehäfen Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam arbeitet der Hafen Aschaffenburg derzeit an einer qualitativen und quantitativen Erweiterung des Transport- und Logistikangebotes. „Es zeichnet
sich die baldige Installation einer täglichen Eisenbahnverbindung
zu den deutschen Seehäfen – Hamburg, Bremerhaven, Bremen – ab“, sagt Filippi. Neben dem reinen Seecontainertransport wird dann auch der Umschlag von Wechselbrücken und ganzen
Sattelaufliegern auf die Eisenbahn durch den Hafen möglich. „Durch fortschreitende Globalisierung mit weltweiten Warenströmen hat der Hafen in diesem Marktsegment sehr gute Zukunftsaussichten“, so Filippi weiter. Besondere Bedeutung hat die Containerlinie des Hafens in diesem Zusammenhang für die regionale Wirtschaft, da
es die heimischen Unternehmen mit den internationalen Beschaffungs- und Absatzmärkten verknüpft.

Um den Kundenbedürfnissen in vollem Umfang nachzukommen,
wird die Gruppe der Bayerischen Landeshäfen mit dem Hafen Aschaffenburg als Mitglied, die zur Zeit ein Wirtschaftsbetrieb des Freistaats Bayern ist, in eine privatrechtliche Gesellschaftsform umgewandelt. Ab Mitte 2005 werden die Bayerischen Landeshäfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg/Roth, Regensburg und Passau dann als GmbH & Co KG auftreten und am Markt flexibler agieren können. Beispielsweise der freie Zugang zum Kapitalmarkt, der Aufbau neuer Geschäftsfelder durch Beteiligungen sowie für die Mitarbeiter die Entkopplung vom starren staatlichen Vergütungssystem sind nur einige Vorteile. 100-prozentiger Eigentümer des Unternehmens wird der Freistaat Bayern bleiben. Fremdbeteiligungen soll es nicht geben.

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