14.04.2005

Buchen- und Eichenexport nach Fernost

Aschaffenburg, 30. März 2005 - Wachstumsmotor Holzlogistik

Aschaffenburg, 30. März 2005 – Die Holzlogistik im Hafen Aschaffenburg wird für den Schienengüterverkehr zunehmend zum Wachstumsmotor. Während im Hafen der Güterverkehr auf der Schiene in 2004 um 34 Prozent auf 139.000 Tonnen anstieg, hatte die Zunahme der Holzverladung den größten Anteil daran. „Mit dem Hafen hat die Holzwirtschaft im Hafenhinterland einen Logistikstützpunkt, von dem aus sie ihren Holzabsatz effektiv gestalten kann. Dies trägt zur Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Anbieter bei, bis weit in den Main-Spessart und Landkreis Würzburg hinein“, sagt Hafendirektor Wolfgang Filippi. Mit der Verlagerung von Straßentransporten auf die Schiene wurde zudem die Umwelt entlastet.

Die steigende Holzverladung geht vor allem zurück auf die Wiederentdeckung des Holzes als ursprüngliches Wirtschaftgut der Region. Dies hat dazu geführt, dass die Unternehmen der Holzwirtschaft ihre Geschäftstätigkeiten ausbauen. Im Hafen Aschaffenburg stehen für die Holzverladungen die drei Verkehrsträger Straße, Schiene und Binnenschiff sowie ausreichend Lagerflächen zur Verfügung. Der Bayerische Forst hat zudem im Hafen ein Pufferlager eingerichtet, um flexibel die Holznachfrage bedienen zu können.

Als Kunden werden vom Hafen aus das Zellstoffwerk Stendal, das Sägewerk Egger in Wismar und der Holzbodenhersteller Kaindl in Österreich beliefert. Großen Anteil am zunehmenden
Güterumschlag hat auch der wachsende Export von hochwertigen Eichen- und Buchenhölzern in Seecontainern nach Fernost. Am gesamten Containerexportverkehr haben die Edelhölzer mittlerweile einen Anteil von etwa 25 Prozent.

Kundenanfragen zeigen unterdessen, dass mit den holzlogistischen Aktivitäten die Bedeutung des Hafens als Handels- und Produktionsstandort der Holzwirtschaft enorm gestiegen ist. Momentan wird sogar die Einrichtung eines Marktplatzes für Holz
im Hafen geprüft, was zu einer Bindung des Vertriebs und zu einer Steigerung des quantitativen Angebots führt. Besonders die Möglichkeit zum flexiblen Abtransport des Holzes über alle Verkehrsträger macht den Hafen für die Installation eines Holzmarktplatzes attraktiv. Bereits jetzt sind Synergieeffekte
deutlich erkennbar: Holzverarbeitende Unternehmen wenden sich an den Hafen Aschaffenburg zunehmend mit Standortfragen.

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