14.07.2004

Neuansiedlungen auf dem Hafengelände

Aschaffenburg, 12. Juli 2004 - Der Containerverkehr im Hafen legt weiter zu

Aschaffenburg, 12. Juli 2004 – Eine Zwischenbilanz nach der
1. Jahreshälfte zeigt weiteres Ansteigen der Container- verladungen im Hafen Aschaffenburg. Denkt man die Zahlen weiter bis zum Jahresende, dann wurden mit 5.545 wasserseitigen Containern (20ft) bereits jetzt 92 % der Jahresmenge von 2003 (6.011 TEU) abgewickelt.


Erfreuliche Nachrichten wurden auch am 08. Juni in Duisburg im Europäischen Entwicklungszentrum für Binnen- und Küsten- schifffahrt (VBD) vernommen. Der Abschlußbericht der vom Bayerischen Verkehrsministerium und dem Hafen Rotterdam beauftragten Studie über dreilagigen Containerverkehr auf der Main-Donau-Wasserstraße gibt grünes Licht für ein weiteres Ansteigen der Containermengen im Hafen Aschaffenburg. Nun ist wissenschaftlich belegt, dass dreilagiger Containerverkehr zwischen der Mainmündung und Würzburg schon heute fast ganzjährig durch Ballastierung möglich ist. Wird die Mainvertiefung, wie geplant zügig fortgesetzt, sind mittelfristig auch die Obermainhäfen erreichbar.

Die Möglichkeit Binnenschiffe dreilagig mit Containern zu beladen
ist deshalb wichtig, weil die damit verbundene Stückkosten- degression die Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt im Containerverkehr gegenüber Lkw und Bahn noch zusätzlich steigert. Besonders die niedrige Durchfahrtshöhe der Auheimer Mainbrücke hemmte bisher den dreilagigen Containerverkehr bis Aschaffenburg. Positiven Einfluss auf die Entwicklung des Containerverkehrs hat auch die angekündigte Einführung der Lkw-Maut. Eine vom Hafen Aschaffenburg finanzierte Untersuchung im Rahmen einer Diplomarbeit bestätigte die zu erwartenden Verlagerungspotenziale für das Binnenschiff und die Bahn in der Region. Besonders die Containerlinienverbindung zu den großen Seehäfen Rotterdam, Antwerpen und Amsterdam werden laut der Analyse positiv durch die Maut stimuliert.

Hafen bewirtschaftet Infrastruktur

Dem Anstieg des Güterumschlags vorausgegangen sind intensive Akquisitionsmaßnahmen des Hafens. Hierfür intensivierte der Hafen die Zusammenarbeit mit den bereits ansässigen Verkehrsunternehmen wie der CCS GmbH & Co. KG, der Bavaria AG oder der Rhenus AG & Co. KG. Während der Hafen die Infrastruktur betreibt und Bahnverkehrsleistungen auf dem Hafengebiet erbringt, bringen die Spediteure ihr spezifisches Leistungspaket mit Transportorganisation und -abwicklung ein.

Neuansiedlungen und weitere Erschließung

Erfolge kann der Hafen auch bei den Neuansiedlungen auf den im vergangenen Jahr erschlossenen Flächen verbuchen. Am Kai 3 entsteht auf einer Fläche von 7.000 qm die Halle und Anlage der Spedition Schloter. Zwei Genehmigungsverfahren für weitere Ansiedlungen liegen den Behörden der Stadt Aschaffenburg vor. Um Standortbedingungen für Ansiedler weiter zu verbessern investiert der Hafen in diesem Jahr (2,2 Mio. Euro) in Straßenbauprojekte (Hafenrandstraße), Ladestraßen für Ganzzüge und in die Erschließung ehemaliger Kraftwerksflächen.

Containerverladungen im Hafen
Containerverladungen im Hafen
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