08.07.2004

Holztransporte aus Spessart und Odenwald

Aschaffenburg, 8. Juli 2004 - Hafen Aschaffenburg steigert Güterumschlag auf der Schiene

Aschaffenburg, 8. Juli 2004 – Im Hafen Aschaffenburg werden wieder mehr Güter mit der Bahn transportiert. Im ersten Halbjahr dieses Jahres stieg der Schienengüterverkehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 40 Prozent auf 70.000 Tonnen. Für das gesamte Jahr erwartet der Hafen nun einen Güterumschlag auf der Schiene von 140.000 Tonnen. Auf dem Hafengelände stehen zudem einige Neuansiedlungen an.

Mit den aktuellen Zahlen unterstreicht der Hafen die eingeleitete Trendwende im Bahnverkehr. Sank im Jahr 2001 aufgrund der Schließung eines Kraftwerkes der Güterumschlag mit 32.000 Tonnen auf ein historisches Tief, wurden im Folgejahr bereits wieder 58.000 Tonnen über das 20 Kilometer lange Schienennetz im Hafen transportiert. 2003 wurde zudem die Hürde von 100.000 Tonnen genommen.

„Das Wachstum dokumentiert, dass der Hafen die regionalen Schienengüterverkehrspotenziale zunehmend ausschöpft und damit eine attraktive Alternative zum Straßengüterverkehr anbietet“, sagt Hafendirektor Wolfgang Filippi. Getragen werden die Steigerungen im Bahnverkehr auch durch den wachsenden Schrottversand der im Hafen ansässigen Recyclingunternehmen. Sie profitieren derzeit davon, dass auf den Weltmärkten der Stahl knapp wird und der Bedarf an Altmetall steigt.

Wachstumsmarkt Holzlogistik

Zur Steigerung des Umschlags auf Bahn und Schiff trägt
zunehmend auch die Holzwirtschaft bei. Geschlagen werden die Hölzer vor allem in den großen Waldgebieten Spessart und Odenwald im unmittelbaren Umland des Hafens. „Mit Wertholz in Containern und Industrieholz auf der Bahn versenden wir das ursprünglichste Produkt unserer Region“, so Hafenchef Filippi. Nach den Plänen des Hafens sollen künftig auch Hackholz- und Hackschnitzeltransporte per Bahn und Schiff transportiert werden.

Beladung von Eisenbahnwaggons mit Industrieholz
Vorrücklager für Holz im Vorfeld einer Ganzzugabfertigung
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