19.04.2018

RAIL.ONE eröffnet Bahnschwellen-Werk

Meilenstein der Konversion im bayernhafen Aschaffenburg

Das hochmoderne Spätentschalungssystem mit Robotertechnologie produziert Betonschwellen für das deutsche und europäische Eisenbahnnetz (Foto: PCM RAIL.ONE AG / R.Mederer).

Erneut bestätigt der bayernhafen Aschaffenburg seine Funktion als Industriestandort: Nach zehnmonatiger Bauzeit startet die Neumarkter Unternehmensgruppe RAIL.ONE in ihrem neuen Werk im bayernhafen Aschaffenburg die Serienproduktion von bis zu 600.000 Betonschwellen pro Jahr. Diese sind für den schienengebundenen Fern- und Nahverkehr bestimmt, insbesondere in Deutschland. Pro Tag wird das neue Aschaffenburger Werk im Schnitt rund 1.600 Betonschwellen produzieren – die Basis für knapp einen Kilometer Schiene. Die Gesamtinvestition für das neue Werk, in dem RAIL.ONE knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung beschäftigt, beträgt 10 Millionen Euro.

 

Das Aschaffenburger Werk ersetzt den bisherigen Produktionsstandort im hessischen Langen. Der bayernhafen Aschaffenburg überzeugte RAIL.ONE mit mehreren Standortfaktoren: Da ist die zentrale Lage, dann die trimodale Anbindung sowohl für die Rohstoff-Anlieferung als auch für den Versand der fertigen Betonschwellen und zudem die große Lagerkapazität von bis zu 120.000 Schwellen. RAIL.ONE nutzt zwei Verladegleise mit einer Kapazität von 20 bis 22 Waggons pro Zug.

 

Zur Eröffnung des Werks sagte Jochen Riepl, Vorstand der PCM RAIL.ONE AG: „Unser neuer Standort ist eine sehr wichtige Ergänzung für unsere weiteren Produktionsstätten in Deutschland und damit für den nachhaltigen Erfolg unserer gesamten Unternehmensgruppe. Für unseren wichtigsten Kunden, die Deutsche Bahn, sind wir weiterhin mit vier Standorten vertreten.“ Der Aufsichtsratsvorsitzende Kamal Kumar Mittal, der eigens aus Indien angereist war, sagte, dieses „modernste Schwellenfertigungswerk unserer Familie“ erfülle ihn mit Stolz.

 

Oberbürgermeister Klaus Herzog betonte, die Eröffnung des RAIL.ONE Werks stärke den bayernhafen Aschaffenburg mit seinen Arbeitsplätzen als Industriestandort  Außerdem unterstrich er die Bedeutung des Eisenbahnbaus in Deutschland. Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe, sagte: „Allein das Gleisnetz in den Standorten der bayernhafen Gruppe umfasst rund 120 Kilometer.“ Ein Beispiel dafür ist der Hafenbahnhof Aschaffenburg, der modernisiert wird.

 

Erfreut zeigte sich auch Wolfgang Filippi, Niederlassungsleiter des bayernhafen Aschaffenburg: „Die Ansiedlung von RAIL.ONE auf 35.000 qm ist der erste Meilenstein in der Konversion des ehemaligen Umspannwerks, auf dessen Flächen nach dem Rückbau seit Ende 2015 100.000 qm zur Nachnutzung zur Verfügung stehen.“

Bereits in den Jahren 2002 bis 2007 konnte auf den früheren Flächen eines Kohlekraftwerks unter anderem Europas größter Laubholzsäger Pollmeier angesiedelt werden.

 

Die bayernhafen Gruppe, zu der der bayernhafen Aschaffenburg gehört,  bietet an ihren sechs Standorten für ihre Kunden Eigentum auf Zeit, über Erbbaurechts- und Mietverträge. Dies stellt eine nachhaltige Nutzung sicher, reduziert Leerstand und ermöglicht den Nutzerwechsel auf ein und derselben Fläche - das heißt Flächenrecycling geht vor Bauen auf grüner Wiese.

 

 

Unterschrift auf der symbolisch ersten serienproduzierten B 70-Schwelle aus Aschaffenburg (v.l.n.r. Nishant Mittal (PCM Group of Industries), Joachim Zimmermann (Geschäftsführer der bayernhafen Gruppe), Jochen Riepl (Vorstand der PCM RAIL.ONE AG), Klaus Herzog (Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg), Verena Moosburger (Geschäftsführerin der RAIL.ONE GmbH), Dr. Tilmann Reisbeck (Leiter Ingenieurbau der DB Netz AG), Kamal Kumur Mittal (PCM Group of Industries), Franz Geißler (Leitung Produktion der RAIL.ONE GmbH), Ronald Schlufter (Werkleitung Aschaffenburg) und Niranjan Mittal (PCM Group of Industries) (Foto: PCM RAIL.ONE AG / R.Mederer).
Eröffnungsfeier des neuesten Werks von RAIL.ONE (Foto PCM RAIL.ONE AG / R. Mederer).
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