06.06.2018

Geschäftsjahr 2017: 1,07 Mio. Tonnen Güterumschlag per Binnenschiff und Bahn, eigene Investitionen in Höhe von 11,7 Mio. Euro angestoßen

Fitnessprogramm für die Zukunft stärkt Hafen-Infrastruktur

Im Containerterminal wurden 22.230 TEU (1 TEU = ein 20-Fuß-Container) verladen.

Aschaffenburg, 06.06.2018 - Im bayernhafen Aschaffenburg wurden 2017 über die beiden umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn insgesamt 1,07 Mio. t Güter umgeschlagen, 2,4 % weniger als im Vorjahr. Die bayernhafen Gruppe, zu der neben Aschaffenburg auch die Hafen-Standorte Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau gehören, setzte auch 2017 ihre Strategie fort, dem Gütertransport per Schiff und Bahn bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. So stieß die bayernhafen Gruppe 2017 Investitionen im bayernhafen Aschaffenburg in Höhe von rund 11,7 Mio. Euro an.

Der Schiffsgüterumschlag lag mit 801 Tsd. Tonnen um 1,3 % über dem Niveau des Vorjahres. Den größten Anteil an der Schiffstonnage machten die Güterklassen Steine und Erden sowie Mineralöl aus. Um rund 20 % auf 120 Tsd. Tonnen gestiegen ist der Umschlag von Kohle für das Kraftwerk der nahegelegenen Papierfabrik. Dabei wird die Kohle von den europäischen Seehäfen über Rhein und Main angeliefert.

270 Tsd. Tonnen wurden im vergangenen Jahr im bayernhafen Aschaffenburg per Bahn transportiert, das sind 12,1 % weniger als 2016. Rückgänge zeigten sich unter anderem bei Containern, Holz und Schrott, so gab es bei letzterem Verlagerungen auf das Schiff.

Der Containerumschlag per Schiff und Bahn beläuft sich in 2017 auf gesamt 22.230 TEU (*twenty foot equivalent unit - 1 TEU entspricht einem 20-Fuß-Container). Nach dem starken Zuwachs in 2016 zwar ein Rückgang von 16,3 %, entspricht aber dem Niveau von 2015.  

 

Die umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiff und Bahn zu stärken…

... ist ein wesentliches Ziel von bayernhafen. Basis dafür ist eine intelligente Verknüpfung der drei Verkehrsträger Schiff, Bahn und Lkw in der Transportkette. Um die Ausgangsposition für den Gütertransport per Schiff und Bahn weiter zu verbessern, braucht es Investitionen in die schienen- und wasserbezogene Infrastruktur. "Mit effizienten und leistungsfähigen Infrastrukturen können unsere Hafenansiedler und Kunden die Vorteile des Hafens optimal für sich nutzen", so Niederlassungsleiter Wolfgang Filippi.

In 2017 wurden im bayernhafen Aschaffenburg über mehrere Jahre laufende Investitionen in Höhe von rund 11,7 Mio. Euro angestoßen. So werden zum Beispiel im Rahmen der  Modernisierung des Hafenbahnhofs die Gleisanlagen im Layout neu geordnet und  ganzzuglange Gleisanlagen geschaffen. Dies erhöht den Abstand zur Wohnbebauung sowie die Sicherheit im Rangierbetrieb und reduziert nachhaltig die Lärm- und Abgas-Emissionen.

Für 2018 plant die bayernhafen Gruppe über all ihre Standorte Investitionen in Höhe von rund 32 Millionen Euro. Dazu gehört die Vorbereitung von Ansiedlungsflächen sowie über mehrere Jahre laufende Optimierungsmaßnahmen an der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur.

 

Flächenrecycling statt Flächenverbrauch

Über Erbbaurechts- und Mietverträge bietet der bayernhafen Aschaffenburg seinen Kunden Eigentum auf Zeit. Dies ermöglicht den Nutzerwechsel auf ein und derselben Fläche und reduziert Leerstand. Es garantiert eine nachhaltige Nutzung, das heißt Flächenrecycling geht vor Bauen auf der grünen Wiese.

So zeigte sich Wolfgang Filippi erfreut über die Werkseröffnung der Firma Rail.One im April diesen Jahres: „Die Ansiedlung von RAIL.ONE auf 35.000 qm ist der erste Meilenstein in der Konversion des ehemaligen Umspannwerks, auf dessen Flächen nach dem Rückbau seit Ende 2015 100.000 qm zur Nachnutzung zur Verfügung stehen.“ Die Gesamtinvestition für das neue Werk für Betonschwellen, in dem Rail.One knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung beschäftigt, beträgt 10 Millionen Euro. Bereits in den Jahren 2002 bis 2007 konnte auf den früheren Flächen eines Kohlekraftwerks unter anderem Europas größter Laubholzsäger Pollmeier angesiedelt werden.

Bereits Ende September 2017 nahm die  Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) auf dem Gelände ihres Biomasseheizkraftwerks im bayernhafen Aschaffenburg eine neue Klärschlamm-Trocknungsanlage in Betrieb, Investitionsvolumen ca. 2,5 Millionen Euro.

 

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Im bayernhafen Aschaffenburg wurden 2017 rund 801 Tsd. Tonnen per Schiff umgeschlagen, hier im Bild der Umschlag von Zellulose.
Rund 270 Tsd. Tonnen wurden per Bahn transportiert. Davon waren 67.000 Tonnen Holz.
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