14.03.2016

bayernhafen Aschaffenburg setzt nachhaltig auf Flächeneffizienz und die Verknüpfung der Verkehrsträger

Geschäftsjahr 2015 im bayernhafen Aschaffenburg: 1,16 Mio. t Güterumschlag per Binnenschiff und Bahn; 20,3 % Plus beim Containerumschlag

Im bayernhafen Aschaffenburg wurden 2015 insgesamt 1,16 Mio. t Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen. Das sind 5,4 % mehr als 2014 und 7,9 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre

Aschaffenburg, 15. März 2016 - Im bayernhafen Aschaffenburg, der mit den Standorten Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau zur bayernhafen Gruppe gehört, wurden 2015 insgesamt 1,16 Mio. t Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen. Das sind 5,4 % mehr als 2014 und 7,9 % über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre 2006 bis 2015. Der Schiffsgüterumschlag stieg um 5,1% auf 821.552 t, das Bahngüteraufkommen um 5,8% auf 337.987 t. Aktiv gestaltet die bayernhafen Gruppe ihre Flächenverfügbarkeit - und bietet dadurch Ansiedlern immer wieder Raum zur Entwicklung.

Bei den Schiffsgütern dominieren - jeweils bei nahezu konstanten Mengen zu 2014 - Erdöl und Mineralölerzeugnisse mit 240.186 t, Steine und Erden mit 234.464 t, gefolgt von Kohle und chemischen Erzeugnissen.

Bei den Bahngütern legte Holz um knapp ein Drittel zu auf 114.567 t; verantwortlich dafür sind Europas leistungsfähigstes Laubholzsägewerk mit seinem Standort im bayernhafen Aschaffenburg und die benachbarte Papierfabrik. Der Umschlag von Schrott betrug 80.069 t: Die verschiedenen, in der weiteren Region gesammelten Arten von Schrott verschicken die Recycling-Betriebe im Hafen per Bahn zum Beispiel zu den Stahlwerken im Rhein-Ruhrgebiet, wo der Schrott eingeschmolzen und zu Stahl weiterverarbeitet wird.

Containerumschlag wächst um 20,3 %

Der Containerumschlag per Schiff und Bahn stieg gegenüber 2014 (18.642 TEU) um 20,3 % auf 22.430 TEU (1 TEU = ein 20-Fuß-Container). Grund dafür ist die weiterhin sehr gut frequentierte Containerzuglinie zu den deutschen Nordseehäfen und der dritte Umlauf der Binnenschiff-Verbindung über Mainz zu den Seehäfen Zeebrugge, Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen.

"Unser Standortkonzept wirkt auch in den Arbeitsmarkt hinein"

"In der Region Bayerisch Rhein Main sind hochinnovative Unternehmen zuhause mit Kunden in Deutschland, Europa und der ganzen Welt", sagt Wolfgang Filippi, Niederlassungsleiter des bayernhafen Aschaffenburg, "für diese Unternehmen ist eine effiziente Logistik im Import und Export entscheidend. Wir stellen dazu als Standort-Architekt die Rahmenbedingungen zur Verfügung: die Verknüpfung der drei Verkehrsträger Bahn, Schiff und LKW, effiziente Umschlaggeräte, offene Wege von und zu den Seehäfen sowie Synergie zwischen Logistikdienstleistern, Industrie- und Handelsunternehmen. Dieses Standortkonzept wirkt - auch in den Arbeitsmarkt hinein. So bieten die gut 60 im Hafen angesiedelten Unternehmen über 2.500 zum großen Teil qualifizierte bis hoch qualifizierte Arbeitsplätze."

Verkehrsverlagerung beim Gütertransport auf langen Strecken ...

... ist ein wesentliches Ziel für bayernhafen. Die Basis dafür sind gut angebundene Hafen-Standorte, die eine intelligente Verknüpfung der drei Verkehrsträger Schiff, Bahn und Lkw in der Transportkette ermöglichen. Die Transportleistung der einzelnen Verkehrsträger geben die Tonnenkilometer wieder. Per Binnenschiff waren das in Aschaffenburg 2015 rund 396 Mio. Tonnenkilometer. Im Durchschnitt lag die Transportweite per Binnenschiff bei 503 km. In Deutschland transportierte nach Angaben des Forschungs-Informations-Systems des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in 2013 das Binnenschiff seine Güter durchschnittlich 263 km, die Eisenbahn 303 Kilometer weit, und der LKW, der insbesondere den Vor- und Nachlauf übernimmt, nur 97 km.

Aschaffenburg-Rotterdam-Kasachstan

Diese Reiseroute hatten im Februar 2015 ein 95 t schwerer Generator und eine 78 t schwere Turbine vor sich, die viele Jahre in der Aschaffenburger Papierfabrik SCA - heute DS Smith - im Einsatz waren. Aufs Binnenschiff verladen wurden die Anlagen im bayernhafen Aschaffenburg, der auch die Möglichkeiten für den Umschlag schwerer und sperriger Güter bietet.

bayernhafen Aschaffenburg investiert in Umschlageffizienz

2015 investierte der bayernhafen Aschaffenburg rund 1,9 Mio. Euro - insbesondere in die Infrastruktur und in ein mobiles, leistungsstarkes Umschlaggerät. 2016 ist eine Gesamtinvestition von rund 1,6 Mio. Euro geplant - u.a. für die Erschließung neuer Ansiedlungsflächen im westlichen Hafengebiet sowie für einen neuen Zwei-Wege-Unimog für den Bahnbetrieb.

Teil 2 der Konversion des ehemaligen Kohlekraftwerks-Standorts

Ende 2015 schloss der bayernhafen Aschaffenburg den Rückbau des ehemaligen Umspannwerks nördlich des Waldfriedhofs ab - damit stehen jetzt rund 10 ha zur Nachnutzung zur Verfügung. Auf etwa 35.000 m2 wird hier das in Neumarkt ansässige Unternehmen RAIL.ONE seinen strategisch bedeutenden Rhein-Main-Standort zur Fertigung von Eisenbahn-Betonschwellen errichten. Für das Unternehmen mit über 800 Mitarbeitern und Standorten in vielen Regionen der Welt soll der neue Standort logistischer Dreh- und Angelpunkt für Schwellenlieferungen im Westen Deutschlands sein. Den Baubeginn plant RAIL.ONE für Mitte 2017, Anfang 2018 soll die Produktion aufgenommen werden.

"Wir verstehen uns als Standort-Architekt, der Entwicklungen und Veränderungen in der Wirtschaft flexibel mitgeht", sagt Wolfgang Filippi, "ganz wesentlich dafür ist unser Geschäftsmodell, Hafenflächen auf Zeit zu vergeben. Dadurch können wir frei werdende Flächen für die Nachnutzung vorbereiten, neue Unternehmen ansiedeln und Erweiterungen bestehender Unternehmen ermöglichen. Wir nennen das revolvierende, also wiederkehrende Grundstücksnutzung. So gehen wir verantwortungsvoll mit Grund und Boden um, schaffen Raum für neue Ansiedler und zukunftsorientierte Branchen und stärken damit die Position des Hafens als Drehscheibe für den weltweiten Warenaustausch."

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Ende 2015 schloss der bayernhafen Aschaffenburg den Rückbau des ehemaligen Umspannwerks nördlich des Waldfriedhofs ab (rechts im Bild) - damit stehen jetzt rund 10 ha zur Nachnutzung zur Verfügung. Bildquelle: Bavaria Luftbild / bayernhafen
Im bayernhafen Aschaffenburg wurden 2015 rund 338.000 Tonnen per Bahn umgeschlagen, 5,8 % mehr als im Vorjahr.
20,3 % mehr Containerumschlag gegenüber 2014 - verantwortlich dafür ist auch der dritte wöchentliche Umlauf bei "ContainerConnect", der Binnenschiff-Verbindung zwischen den Containerterminals Aschaffenburg und Mainz. Unternehmen in der Region Bayerischer Main profitieren so von den Anbindungen von Mainz an die Häfen Zeebrugge, Rotterdam und Antwerpen.
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